Filtervermögen von Aktivkohle Filterpatronen

 

Aktivkohle Filterpatrone
Aktivkohle Filterpatrone

 

Zahlreiche Parameter beeinflussen die Filterleistung eines Aktivkohle-Filters:

» Ausgangsmaterial der Kohle.
» Vorbehandlung bzw. Aktivierung der Kohle.
» Menge an Aktivkohle im Filterelement.
» Verarbeitung der Aktivkohle (geschütteter Granulatfilter, extrudierter Blockfilter, gesinterter Blockfilter).
Bei Blockfiltern zusätzlich:
» Anteil und Qualität des Bindemittels.
» Größe der Poren und die Gleichmäßigkeit ihrer Verteilung im Filterelement.
» Wandstärke des Filterblocks und damit die Strecke, die das Wasser im Filter zurücklegt.

Grundsätzlich sind Blockfilter, bei denen das Wasser durch die feinen Kanäle eines festen Filterelementes hindurchfließt, den Granulatfiltern überlegen, bei denen das Wasser lediglich um Aktivkohle-“Krümel“ herumfließt.
Granulatfilter besitzen, neben der unzuverlässigen Filterleistung, zwei weitere Nachteile:
» Zum Schutz vor Verkeimung werden Granulatfilter mit Silber behandelt, das jedoch zum Teil an das Wasser abgegeben wird. Blockfilter dagegen können auf eine Silberung verzichten, wenn die Porengröße ausreichend fein ist.
» Bei Granulatfiltern besteht zudem die Gefahr, dass sich die aufgenommenen Stoffe wieder unkontrolliert ablösen (ausbluten), was bei hochwertigen Blockfiltern nicht vorkommt. Die einmal angelagerten Stoffe bleiben im Blockfilter dauerhaft gebunden und führen zu einer Verringerung der Durchflussgeschwindigkeit.

Carbonit Filtereinsätze für Wasserfilter

Auch bei Blockfiltern gibt es veschiedene Typen:

Extrudierte Blockfilter bestehen aus bis zu 50% Bindemittel, das den Aktivkohlestaub zusammenhält, jedoch einen Teil der Oberfläche der Aktivkohle belegen kann.
Gesinterte Blockfilter brauchen weniger Bindemittel, von dem sie, je nach Fertigungsverfahren, nur etwa 30% oder im Idealfall sogar weniger als 10% enthalten. Außerdem verkokt das Bindemittel bei der Herstellung und gibt eine größere Fläche der Aktivkohle für die Filterwirkung frei.
Die leistungsfähigsten Aktivkohle-Blockfilter besitzen eine innere Oberfläche, die der Größe von etwa 100 Fußballfeldern entspricht.
Von besonderer Bedeutung ist die Gleichmäßigkeit der Porengröße innerhalb eines Blockfilters, denn Wasser wählt vorzugsweise den Weg des geringsten Widerstandes. Es fließt also eher durch die größeren Poren, die eine schlechtere Filterwirkung besitzen. Je feiner und gleichmäßiger die Poren und Kanäle im Blockfilter sind, desto besser ist die Filterwirkung.

Die Filterwirkung ist jedoch nicht nur abhängig vom Filterelement und seinen technischen Parametern, sondern ebenso von der Zusammensetzung des Wasser und der Nutzung.
Die adsorptive Leistung von Aktivkohle ist für jede Substanz unterschiedlich und von vielen Einflüssen abhängig, unter anderem:
» In welcher Form / Verbindung liegt die Substanz vor?
» Welche Konzentration hat die Substanz im Wasser?
» Sind im Wasser andere Substanzen enthalten, die mit der zu filternden Substanz um die Adsorptionsplätze auf der Oberfläche der Aktivkohle konkurrieren?
» Wie ist der pH-Wert des Wassers (hat bei manchen Substanzen einen Einfluss)?
» Wie hoch ist die Fließgeschwindigkeit und damit die mögliche Kontaktzeit der Substanz mit der Aktivkohle?
» Wie stark ist der eingesetzte Aktivkohlefilter bereits mit entnommenen Substanzen gesättigt? (Grundsätzlich nimmt die Filterkapazität mit der Menge bereits adsorbierter Stoffe ab.)

Welche Schadstoffe entnimmt ein Aktivkohle Wasserfilter?

Carbonit Filterpatronen

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